innolab smart mobility

Halbjahresbilanz

Halbjahresbilanz

Das innolab smart mobility ist am 10. Januar 2018 mit dem «Rundschau-Meetup» gestartet. Mit über vierzig Teilnehmern haben wir die Grenze für dieses Format aus Sicht der Organisation und Moderation überschritten, aber wir haben uns trotzdem sehr über das Interesse gefreut. Die Vertretung war sehr breit, alle Teilbranchen der Mobilität waren vertreten. Mit dem Ergebnis haben wir das weitere Jahresprogramm erstellt: «Blockchain4mobility», «AI4mobility – Künstliche Intelligenz / Machine Learning, 2 Runden «neue Geschäftsmodelle» und «Reisestress» standen auf dem bisherigen Programm. Die Meetups zielen als erstes darauf, das Netzwerk der InnovatorInnen und Experten zu knüpfen, dann eine «gemeinsame Sprache» zu entwickeln und miteinander Ideen zu «kokreieren». Es ist zwar nicht die Erwartung, dass diese Ideen gleich umsetzungsreif sind, aber einige Themen sind doch schnell weitergediehen! Insgesamt waren etwa 120 Personen an den Meetups, und der Frauenanteil wächst! Der Rekord ist 35% beim Reisestress-Meetup.

Die Ergebnisse der Meetups sind auf der Website aufruf- und downloadbar: http://innolab-smart-mobility.ch/trip/

Wir haben die Meetups als erstes Element eingeführt, aber damit wollen wir natürlich nicht aufhören: wir wollen den «Innovationstrichter» vom Anfang in Richtung Umsetzung erschliessen. Drei Themen haben sich schon für weitere Schritte herauskristallisiert:

  • On demand mobility: der öffentliche Verkehr ist «angebotsorientiert», was in der zunehmend «on demand», also nachfrageorientierten Gesellschaft zu einem Widerspruch führt. Das ist zwar in den Städten mit dichten Fahrplänen im Minutentakt nicht relevant, aber in anderen Regionen macht der öffentliche Verkehr gegen den Individualverkehr damit keinen Stich. Welches Potential steckt in der «on demand mobility», und wann und wie wird sie von den Nutzern akzeptiert und nachgefragt? Das wollen wir in einem Pilot mit mehreren Partnern herausfinden. Die erste Hürde dafür ist geschaffft: der Antrag auf Unterstützung im Rahmen des KOMO-Programms des UVEK wurde angenommen – bei der guten Konkurrenz freut uns das besonders!
  • Blockchain: Keine Sorge, wir wollen keine neue Cryptowährung einführen! Wir wollen die Blockchain-Technik «hands-on» kennenlernen mit einem realistischen Fall und mit der Nutzung von Smart Contracts. Dafür haben wir den Fall der Personalausleihe von sicherheitskritischem Personal ausgesucht, wie zum Beispiel Lokführern oder Eisenbahn-Baupersonal. Diese werden zwischen Unternehmen ausgeliehen, wobei die Informationen wie Streckenkenntnisse oft manuell ausgetauscht werden. Diese Daten sind in den Personalsystemen der Unternehmen abgelegt, aber natürlich kann man diese nicht einfach zwischen verschiedenen Unternehmen verbinden. Aber man kann die relevanten Daten in verschlüsselter Form in einer Blockchain ablegen und bei einer Anfrage die passenden Profile zur Verfügung stellen. Wenn OK, kann ein Smart Contract abgeschlossen werden, der nach Erfüllung quittiert wird und allfällige Zahlungen ausgelöst werden. Die aktualisierten Daten wie die aufgefrischten Streckenkenntnisse können ebenfalls zurückgespielt werden. Und sollte ein Unfall passieren: die relevanten Daten können manipulationssicher auf «Knopfdruck» der Unfallstelle zur Verfügung gestellt werden.
  • Plattform (IOT etc): der neueste Zugang auf der Liste. Damit wollen wir in das Potential von (IoT) Plattformen eintauchen. Wir sind gerade an der Erstellung einer Liste von Use Cases, die für «Durchschnittstädte» interessant sind. Es gibt sicher auch noch viel Potential in touristischen Regionen oder weitere Anwendungsfälle.

Wer weitere Ideen hat oder bei einem der aufgeführten Fälle mitmachen will: email an info@innolab-smart-mobility.ch

Für die Unterstützung der Finanzierung erarbeiten wir ein Fördergesuch an innosuisse. Wir werden aber auch weitere Möglichkeiten anschauen oder entwickeln.

Für den Winteranfang planen wir einen grösseren Event. Wir wollen Startups, Forschung und bestehende, innovative Unternehmen zusammenbringen. Dazu soll es kurze «Pitches» geben und danach Workshops in wählbaren Kombinationen.

Und nächstes Jahr wollen wir einen der «Innovationshotspots» besuchen. Wahrscheinlich Berlin.

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